Fallstudie

Fallbeispiel: SPAR Österreichische Warenhandels-AG

AUSGANGSSITUATION
SPAR Österreich ist ein privates österreichisches Lebensmittelunternehmen mit Hauptsitz in Salzburg. Bei über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist SPAR der größte private Arbeitgeber im Alpenland. Mit einem Inlands-Umsatz von 8,32 Milliarden Euro im Jahr 2020 wurde der Lebensmittelhändler erstmals in der Geschichte des Unternehmens Marktführer in Österreich. Mit den Nachbarländern Italien, Slowenien, Ungarn und Kroatien beschäftigt die SPAR Österreich-Gruppe insgesamt rund 90.000 Menschen mit einem Gesamtumsatz von 16,60 Milliarden Euro. www.spar.at Weitere Informationen zu SPAR finden Sie hier: www.spar.at.

Im Januar 2019 sorgte ein tragischer Verkehrsunfall in Österreich für großes Aufsehen in den Medien: Ein neunjähriger Junge auf einem Roller war von einem rechts abbiegenden Sattelschlepper überrollt worden und zu Tode gekommen. Der Fahrer hatte das Kind im ‚toten Winkel‘ nicht sehen können. Das Problem: Je größer das Fahrzeug und je höher die Sitzposition ist, desto größer sind auch diese für den Lenkenden nicht einsehbaren Bereiche. Standardmäßig sind heutzutage bei Lkw mehrere große Außenspiegel und Rückfahrkameras eingebaut, aber eben noch nicht seitliche Erkennungssysteme im rechten Gefahrenbereich. Beim Abbiegen führt das immer wieder zu schweren Unfällen, insbesondere mit Radfahrern in der ‚zweiten Reihe‘, einige Meter entfernt auf separaten Wegen, verdeckt durch Grünstreifen und parkende Autos. Damit soll in Europa aber bald Schluss sein: Spätestens 2024 wird ein elektronischer „Abbiegeassistent“ für alle neuen Lkw und Busse zur Pflicht. Bis dahin setzen verantwortungsvolle Transportunternehmen auf Nachrüstsysteme – so auch bei der eigenen Fahrzeugflotte des größten österreichischen Lebensmittelhändlers SPAR.

HERAUSFORDERUNG
Bereits 2019 beschloss das Unternehmen alle neu angeschafften Lkw mit Abbiegeassistenten auszurüsten, das sind pro Jahr knapp 30 Fahrzeuge. Der bevorzugte Fahrzeughersteller konnte diesen Service aber nicht anbieten, sodass sich Karlheinz Riedl, verantwortlich für den technischen Einkauf im zentralen Transportwesen bei SPAR, auf dem Markt für Nachrüstsysteme umschaute. Er orientierte sich dabei an einem technischen Vergleichstest des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC, bei dem das deutsche System von LUIS Technology für ihn als bestes hervorgegangen war. Doch das reichte dem engagierten Praktiker noch nicht aus. „Ich wollte auch wissen, inwieweit die verschiedenen Techniken dem reizüberfluteten Fahrer wirklich helfen. Es sollte ein System sein, dass ihn in seiner täglichen Arbeit unterstützt und nicht noch ärgert, weil es hundertmal an irgendeiner Ecke piepst und blinkt“, betont Riedl eindringlich. Die auf Ultraschall und Radar beruhenden Systeme haben ihn dabei nicht überzeugt, „zu oft kommt es dabei zu Fehlalarmen und man sieht nur symbolisierte Fußgänger.“ Eine optische Erfassung sei dadurch nicht zu ersetzen und das liege auch in der Natur der Sache: „Wir sind keine Roboter“, sagt er. „Für uns Menschen ist es ganz wichtig – wenn wir einen Umgebungsreiz wahrnehmen – dass wir dann auch hinschauen können und erkennen, was die Ursache dafür ist. Das funktioniert nur über kamerabasierte Systeme." 


LÖSUNG
"Allein das LUIS-System erfüllt momentan zu einhundert Prozent unsere Anforderungen", sagt Riedl und dies sieht auch Rudolf Frieß so. Er ist seit vielen Jahren routinierter Lkw-Fahrer bei SPAR und hat den Abbiegeassistenten von LUIS in der Praxis auf Herz und Nieren getestet. Sein Eindruck: „Über den Monitor kann ich den toten Winkel einsehen und es piepst, wenn sich jemand im Gefahrenbereich befindet. In meiner täglichen Arbeit fühle ich mich dadurch sicherer.“ Die intelligente Technik ist hochkomplex: Eine Kamera überwacht den gesamten seitlichen Bereich des Fahrzeugs. Zugleich wertet eine Software in Echtzeit das Bild aus, wobei sie sich auf Bewegungen fokussiert. Alle statischen Elemente wie Mülltonnen, Schilder oder parkende Autos werden derweil herausgefiltert. Erkennt das System Personen, zeigt es diese dem Fahrer in einem roten Rahmen auf einem Bildschirm an und warnt bei drohender Gefahr durch einen Signalton. Wegen der Zuverlässigkeit der Erkennung erhielt das System als Erstes in Deutschland eine allgemeine Betriebserlaubnis. Und nicht nur das ist ein Alleinstellungsmerkmal: „Unser Lkw-Abbiegeassistent TURN DETECT® ist das derzeit einzige System auf dem Markt, das Radfahrer in der sogenannten ‚zweiten Reihe‘ erfassen kann. Das liegt an der hohen Anbauposition der Kamera am Lkw, die über parkende Fahrzeuge hinwegsehen kann“, erläutert Geschäftsführer Martin Groschke von LUIS Technology nicht ohne Stolz und betont: „Wir wollen dem Fahrer die effektivste Hilfestellung geben, da diese immerhin für Leben oder Tod entscheidend sein kann.“

Bis heute hat SPAR von den 276 Lkw in der Flotte schon 92 mit optischen Abbiegesystemen ausrüsten lassen – 68 mit dem Nachrüstsatz von LUIS und 24 fest verbaute in neu angeschafften Fahrzeugen eines anderen Lkw-Herstellers. Mit letzterer Entscheidung ist Karlheinz Riedl allerdings nicht sehr glücklich, denn es zeigten sich Probleme in der Praxis: „Hierbei sind zwar zusätzlich noch Ultraschallsensoren verbaut, aber es hat sich gezeigt, dass die nicht immer richtig detektieren und der Fahrer öfters falsche Warnmeldungen bekommt.“ Darüber hinaus nennt Riedl einen entscheidenden praktischen Vorteil des Systems von LUIS: Der Bildschirm kann dort angebracht werden, „wo er am sinnvollsten hingehört, an die rechte A-Säule, dort wo der Fahrer beim Abbiegen sowieso hinschaut.“ Beim Originalsystem ist der Bildschirm des Abbiegesystems zusammen mit dem ‚Rampenspiegel‘, einer Frontkamera, zentral im Radiodisplay integriert. „Das ist technisch nicht gut gelöst, weil immer der Rampenspiegel den Vorrang hat und der Fahrer beim Abbiegen aufs Display in der Mitte schauen muss. Deswegen haben die Fahrer einhellig gesagt, dass sie lieber einen eigenen Bildschirm dort haben, wo sie den Gefahrenbereich wirklich einsehen können.“

SERVICE
Neben optimal passender Technik ist aber auch der persönliche Kontakt und schneller und flexibler Service seiner Partner für das Unternehmen SPAR sehr wichtig. Der Vertriebspartner von LUIS in Österreich ist der Großhändler und Teilelieferant AF Baeder in Wien. Er liefert das komplette TURN DETECT®-System im Auftrag von Karlheinz Riedl an den Fahrzeughersteller der SPAR-Flotte, der den Einbau des Nachrüstsatzes übernimmt. „Baeder hilft natürlich mit einem Fachmann dabei“, sagt Hannes Lessig, der seit zwölf Jahren Geschäftsführer der mittelständischen Firma ist. Er ist Ansprechpartner und ‚Problemlöser‘ für Riedl vor Ort und, ebenso wie dieser, ausgesprochen Fahrerorientiert eingestellt. Das bewies sich zuletzt bei einer unkonventionellen Aktion, die so unkompliziert und schnell sicherlich kein anderer Anbieter hinbekommen hätte: „Standardmäßig ist es so, dass sich ein Abbiegesystem nur beim Vorwärtsfahren innerhalb einer gewissen Geschwindigkeitsspanne aktiviert“, erklärt Riedl das Problem. „Beim Retourfahren bleibt hingegen der Bildschirm auf der rechten Seite finster. Unsere Fahrer haben gesagt, es wäre doch toll, wenn wir auch beim Rangieren ein Bild dazu haben könnten.“ Hannes Lessig hat sich sofort darum gekümmert und in Hamburg bei LUIS nachgefragt, ob dies technisch möglich sei. Nach kurzer Prüfung bekam er grünes Licht dafür und „gemeinsam mit einem Fachmann aus der Zentrale haben wir es umgesetzt.“ „Das war für mich sehr wichtig, einen guten Partner an der Seite zu haben, der einen ähnlichen Spirit hat und die Wünsche der Fahrer unterstützt“, erinnert sich Karlheinz Riedl. „Heute sehen sie nun auch beim Rückwärtsfahren den toten Winkel.“ Sein Fazit: „Ich bin mit dem Produkt von LUIS und dem Service von Baeder ausgesprochen zufrieden. Zunächst hatte ich angenommen, ein Originalsystem vom Fahrzeughersteller sollte eigentlich besser sein, aber erst in der Praxis zeigt sich dann, was taugt und was nicht.“


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